Lichtmaschine

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Lichtmaschine MARELLI

Lichtmaschine MITSUBISHI

Lichtmaschine MOTOROLA

Lichtmaschine NIPPONDENSO

Lichtmaschine PARIS RHONE

Lichtmaschine SEV

Lichtmaschine VALEO

Als Lichtmaschine (kurz: Lima) bezeichnet man beim Automobil den Stromerzeuger, der die elektrischen Geräte an Bord eines Autos mit Strom versorgt und die Autobatterie auflädt. Es handelt sich um einen elektrischen Generator.

Mechanischer Antrieb

Die Lichtmaschine wird mit einem Riementrieb (z.B. Keil- oder Flachriemen) vom laufenden Motor als Nebenaggregat mit angetrieben. Nur bei sich drehender Lichtmaschine kann ein Strom an die Autobatterie und den angeschlossenen Verbrauchern bereitgestellt werden. Die bereitzustellende elektrische Leistung folgt synchron mit der erforderlichen Leistung. Sie ist gleich der bereitzustellenden mechanischen Leistung und wirkt als bremsendes Drehmoment auf den Motor.

Bei kleinen Lichtmaschinen-Drehzahlen (Motor im Leerlauf) ist die elektrisch abgebbare Leistung begrenzt, d.h. kleiner als die theoretisch mögliche Leistung. Wird mehr elektrische Leistung gefordert, muss die Differenz der Bleiakku als Puffer bereitstellen.

Arten von Lichtmaschinen

Gleichstromgenerator

Früher waren die Lichtmaschinen Gleichstromgeneratoren, die aber den Nachteil hatten, erst bei höherer Drehzahl einen nennenswerten elektrischen Strom zu produzieren. Das führte vor allem im winterlichen Betrieb in der Stadt häufig wegen der niedrigen Drehzahlen der Lichtmaschine und voller Wagenbeleuchtung und der elektrisch heizbaren Heckscheibe zu entladenen Starterakkus. Darüber hinaus wurden die elektrischen Verbraucher im Auto über die Jahre immer vielfältiger und brauchten mehr elektrischen Strom.

Drehstromgenerator

Seit den 1970er Jahren werden Drehstromgeneratoren verwendet, die schon bei der Leerlaufdrehzahl des Motors einen nennenswerten elektrischen Strom liefern und wesentlich kleiner als die Gleichstromlichtmaschine gebaut werden können. Der erzeugte 3-Phasen-Drehstrom wird durch Hochleistungs-Halbleiterdioden in Gleichstrom umgewandelt. Die so genannte Diodenplatte ist in der Lichtmaschine integriert.

Aktuelle Drehstromlichtmaschinen sind durch Hauptstromzenerdioden vor gefährlichen Überspannungen intern geschützt und damit für einen Betrieb ohne Batterie geeignet.

Bleiakku als Referenz

Im Gegensatz zu den Gleichstromlichtmaschinen mussten früher Drehstromlichtmaschinen immer an eine Batterie angeschlossen sein. Diese Drehstromlichtmaschinen benötigten den Bleiakku immer als Referenz einer stabilen Spannung mit geringen Innenwiderstand, damit die Halbleiter-Sperrschicht der Gleichrichterdioden nicht durch Überspannung "Durchschlagen" und damit unbrauchbar wurden. Wichtig ist daher auch eine sichere elektrische Verbindung zwischen der Lichtmaschine und dem Bleiakku. Schon korrodierte Anschlüsse führten häufig zu Ausfällen von Gleichrichterdioden.

Abgabeleistung

Die mögliche Abgabeleistung der Lichtmaschinen von üblichen PKW liegt bei (2 ... 3) kW. Bei 14 Volt Bordspannung fließt somit ein elektrischer Strom von bis zu (I=P/U = 3000W/14V) 215 Ampere.

Regler

Da die Spannung eines Generators stark mit der Drehzahl und der angeschalteten Last schwankt und diese Schwankungen beispielsweise zu starken Helligkeitsschwankungen der Scheinwerfer oder zu unzureichender oder zu starker Ladung der Batterie führen würden, ist es notwendig, diese Schwankungen mit einem Generatorregler auszugleichen.

Regler für Drehstrom-Lichtmaschinen

Dazu wird bei Drehstrom-Lichtmaschinen das elektrisch erzeugte Magnetfeld des Lichtmaschinen-Rotors durch einen üblicherweise auf der Antriebsseite entgegengesetzten Seite angebauter integrierter Schaltkreis, den elektronischen Laderegler, beeinflusst. Durch diesen Laderegler wird auch der maximal mögliche Ladestrom als auch die Maximalspannung limitiert. Der so genannte Erregerstrom wird über Schleifringe dem Rotor-Elektromagnet zugeführt.

Die vom Stator gleichgerichtet abgegebene Ist-Spannung mit einer internen, stabilen Referenzspannung verglichen und entsprechend die Stärke des Magnetfeldes durch mehr oder weniger Stromfluss nachgeregelt.

Regler für Gleichstrom-Lichtmaschinen

Diese elektromechanische Regler beeinflussen das Magnetfeld des Stators und in Neukonstruktionen nicht mehr gebräuchlich. Eine Beschreibung ist unter den Weblinks zu finden.


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Einbauhinweise

  1. Bevor Sie mit dem Austausch der Lichtmaschine beginnen, vergleichen Sie, ob die neue Lichtmaschine auch tatsächlich für Ihr Fahrzeug bestimmt ist und über die gleichen Anschlüsse und das gleiche Aussehen verfügt. In einem Fahrzeug können Originallichtmaschinen von verschiedenen Herstellern eingebaut sein. Trotz äußerlicher Unterschiede sind Sie hinsichtlich der Leistung, des Einbaus und des Anschlusses jedoch gleich. Ziehen Sie - falls nötig - folgende Tabelle zu Rate.
    Tabelle mit Anschlusskennzeichen
      Bosch Delco Ducellier Fiat
    Marelli
    Hitachi Lucas Mitsubishi
    Nippon Denso
    Paris Rhone Motorola
    SEV
    Batterie B + + + 30 B Bat B + B + oder B+ B+
    Masse D - Masse Masse = E = = E = M oder Masse D- oder Masse
    Feld/Stator DF Bat Exc 67 F F F Exc DF oder Exc
    Kontrollleuchte D+ oder 61 Lamp Ind D + N oder L Ind oder + N oder L L D+ oder 61
    Drehzahlmesser W W W W W oder P W W oder P W W
    Eingebaute oder verschmutzte Lichtmaschinen, die nicht passen, werden nur gegen einen entsprechenden Abschlag für die Aufarbeitung der Lichtmaschinen zurückgenommen.
  2. Die Batterieklemmen stets erst nach Stillstand des Motors abnehmen. Immer zuerst die -Klemme abnehmen. Anschließend die +Klemme abnehmen. Die Batteriespannung (12 Volt) und den Säurestand der Batterie prüfen. Sollte die Batterie weniger als 12 Volt haben, muss die Batterie vor dem erneuten Anschluss an das Fahrzeug über ein Ladegerät geladen werden. Das Anschließen einer leeren Batterie oder das Laden der Batterie in eingebautem Zustand (via Ladegerät oder Starthilfe) kann zur Zerstörung der Lichtmaschine führen.
  3. Die Anschlußweise der Lichtmaschine sorgfältig notieren, bevor die Lichtmaschine ausgebaut wird.
  4. Die alte Lichtmaschine ausbauen.
  5. Die Verdrahtung am Fahrzeug auf Korrosion und Brüche prüfen. Kabel lösen, reinigen und eventuell austauschen. Für eine gute Masseverbindung der Lichtmaschine und der Batterie mit dem Motorblock und der Karosserie sorgen. Die +Verbindung der Lichtmaschine zum Anlasser und zur Batterie sorgfältig auf Unterbrechungen oder schlechten Kontakt prüfen.
  6. Falls die Lichtmaschine oder der eingebaute Regleranschluss mit einem Kompaktstecker versehen ist (mit mehreren Kontakten oder Drähten), diesen Stecker und sämtliche Kontakte sorgfältig auf Bruch, Korrosion oder Verschleiss prüfen. Im Zweifelsfall den Stecker austauschen. Beschädigte, verschmutzte oder korrodierte Steckkontakte können bei Feuchtigkeit oder durch Motorschwingungen zu Fehlfunktionen führen und im schlimmsten Fall die Lichtmaschine zerstören.
  7. Wenn die Lichtmaschinen über einen externen Regler verfügt, diesen Regler sowie seinen Massekontakt prüfen.
  8. Überprüfen Sie den Zustand des Riemens. Wir empfehlen, immer einen neuen Riemen zu verwenden.
  9. Neue Lichtmaschine einbauen. Die Befestigungsschrauben der Austauschlichtmaschine gut festziehen (Massekontakt). Ebenfalls ein eventuell vorhandenes Masseband fest montieren.
  10. Sorgen Sie dafür, dass der Riemen nach dem Einbau an seiner längsten freien Seite +/- 15-20 mm eingedrückt werden kann. Ein übermäßig fest gespannter Riemen verursacht Schäden an den Kugellagern der Lichtmaschine, während ein zu schwach gespannter Riemen in der Riemenscheibe der Lichtmaschine schleift und die Lichtmaschine nur unzureichend antreibt sowie die Riemenscheibe zerstört.
  11. Die Anschlüsse der Lichtmaschine und danach die Anschlüsse der Batterie wieder sorgfältig befestigen. Fehlerhafte Anschlüsse oder eine Verwechselung der Verdrahtung führen zu schweren Schäden an der Lichtmaschine oder dem Regler. Batterieklemmen und Batteriepole gut säubern und die Polarität (+ und -) einhalten. Die Batteriepole eventuell mit einem speziellen Anti-Korrosions-Fett behandeln.
  12. Nach Inbetriebnahme des Motors das Funktionieren des Reglers prüfen. Ein Voltmeter an die beiden Batterieklemmen anlegen. Es muss eine Spannung zwischen 13,5 und 14,3 Volt angeben.

Bitte beachten Sie auch unsere Tipps und Tricks, um an Ihrer neuen Lichtmaschine lange Freude zu haben.

Diese Einbauhinweise dienen der allgemeinen Information und garantieren weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Richtigkeit. Bei einzelnen Fahrzeugen kann eine andere Vorgehensweise gefordert sein. Es wird keinerlei Haftung für Schäden übernommen, die durch diese Vorgehensweise entstehen. Bei Einbau ohne Einbaurechnung eines Meisterbetriebes bestehen keine Garantieansprüche.


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